Getrocknete Tomaten

Ein wahres Geschmackserlebnis – selbst getrocknete Tomaten! Zum ersten Mal aß ich sie bei einem Fotoshooting für den Grazer Genussball.

 

Luis Thaller bereitete sein berühmtes Tartare vom Weizer Berglamm vor. Als Beilage gab es Dickmilch mit Brennnessel, Senf-Eis, Lardo und Wildkräuter – die getrockneten Tomaten waren nur als Deko gedacht…

Wie ich nun mal so bin, muss ich von allem einmal probieren. Das Tartare von Luis habe ich nicht zum ersten Mal gegessen – so wusste ich bereits, worauf ich mich einlasse – auf das beste Tatare, dass ich bis dato gegessen habe! Ich kann jedem raten einmal nach Anger zu fahren und sich selbst vom Geschmack und der Qualität dieses Tartares zu überzeugen. Vollkommen unvoreingenommen kostete ich auch die getrockneten Tomaten. Von der ersten Sekunde an war ich maßlos begeistert! Sobald ich das Rezept in meinen Händen hatte, startete ich los. Mit den Tomaten aus dem Garten meiner Mutter, wurden die getrockneten Tomaten zu einem festen Bestandteil in meinem Repertoire. Sei es zu einem Antipasti Teller, zu einem Steak, zu einer Polenta mit Lardo oder sogar auf ein Schwarzbrot mit Butter haben es die Tomaten bei mir schon geschafft.

 

Dauer: 3 Stunden 30 Minuten (~3 Stunden Trockenzeit)

Schwierigkeitsgrad: ⚫⚪⚪⚪⚪
Getrocknete Tomaten

ZUTATEN

  • Tomaten
  • Knoblauch
  • Thymian
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Olivenöl

ZUBEREITUNG

Die Tomaten schneiden und auf ein Blech legen. Luis Thaller empfiehlt die Tomaten zu schälen und zu entkernen. Ich muss gestehen, dass ich darauf verzichte – sie sind bis jetzt noch bei jedem Gast sehr gut angekommen. Es kommt nur selten vor, dass jemand nicht nach dem Rezept fragt. ;-)

Aus einem guten Olivenöl, klein geschnittenem Knoblauch, Thymian, Salz, Pfeffer und etwas Zucker eine Marinade rühren. Nun die Tomaten mit der Marinade bedecken und bei 50°-60°C langsam im Ofen trocknen. Es dauert zumindest drei Stunden.

 

 

 

Mythen und Sagen ranken um den knochigen Olivenbaum und seine schmackhaften Früchte. Schon die Römer, Griechen und Christen verbanden mit Oliven Genuss, Lebensfreude und auch Gesundheit. Bis heute gelten Oliven und das Olivenöl als besonders wertvoll. Die Geschichte des Olivenanbaus lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Auf Kreta beispielsweise war die Olive bereits 6000 vor Christus eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Homer, der erste namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike, berichtet von Kämpfern, die vor den Spielen eine spezielle Olivenöldiät erhielten. Bekannt ist der Olivenzweig auch von den Olympischen Spielen, dort diente er als Zeichen des Sieges.

Gelehrte streiten sich darüber, woher die Olive wirklich kommt. Manche gehen davon aus, dass sie aus dem Zweistromland, also aus der Gegend zwischen dem Iran und Syrien, stammt. Andere wiederum meinen, sie käme aus Asien. Großteils vertritt die Ansicht, dass die Olive im Mittelmeerraum ihren Ursprung hat. Auch heute sind dort die meisten – in etwa 473 Millionen – Olivenbäume zu finden. Weltweit sind es in etwa 750 Millionen.

Es gibt rund 1000 Olivenbaumarten. Sie brauchen trockene Wärme, viel Sonne und vertragen karge Böden. In Einzelfällen können Olivenbäume bis zu 20 Meter hoch werden, die Wurzeln bis zu sechs Meter lang. Sie können einige hundert Jahre alt werden, das älteste bekannte Exemplar Italiens steht im toskanischen Trevi, es wird auf 1700 Jahre geschätzt. Als ältester Olivenbaum Europas gilt ein über 2000-jähriger Baum in Bar, Montenegro. Die ersten Früchte trägt ein Olivenbaum – je nach Art – nach etwa vier bis zehn Jahren. Im Schnitt trägt ein Olivenbaum pro Jahr zirka 20 Kilogramm Oliven, das entspricht ungefähr drei bis vier Liter Olivenöl.

 

Links

Luis Thaller
Werner Krug
der Feinschmecker OLIO-Award

TIPP

Grundsätzlich empfiehlt es sich ohnehin ein qualitativ hochwertiges Olivenöl zu verwenden. Gerade aber bei Gerichten, bei denen das Olivenöl derart im Vordergrund steht – sollte man erst recht zu einem hochwertigen greifen. Ich wechsle sehr gerne die Marke des Olivenöls und probiere immer gerne einmal etwas Neues aus. Im Moment ist das Riserva del Produttore – Sardegna DOP aus Italien in meiner Küche zu finden. Es hat einen sehr frischen Geschmack – mit ein wenig bitteren und scharfen Noten. Im Feinschmecker Olivenöltest, der aus über 750 Olivenölen mit einer internationalen Jury die besten 200 Olivenöle der Welt auswählte, gelang das Riserva del Produttore – Sardegna DOP auf das Siegertreppchen in der Kategorie „leicht fruchtig“.

Das könnte dir auch gefallen:

zum rezept

Zucchini auf Tomatensauce

Beilagen & Gemüse

zum rezept

Zucchini-Tomaten-Chutney

Laktosefrei

zum rezept

Tomaten-Mascarpone Huhn

Fleisch & Fisch